Die drei Zahlen an einer Domain
| Zahl | Wer sieht sie | Was sie bewirkt |
|---|---|---|
| Preis | jeder | Festpreis. Ohne ihn steht „Preis auf Anfrage" und es kommen nur Vorschläge |
| Mindestgebot | der Käufer, als Untergrenze des Formulars | Angebote darunter werden gar nicht erst angenommen |
| Schmerzgrenze | niemand, auch der Assistent nicht | Unter ihr wird nie abgeschlossen |
Die Schmerzgrenze ist die wichtigste und die unsichtbarste. Sie steht nicht im Text des Assistenten, er kennt sie nicht und kann sie deshalb nicht verraten. Geprüft wird jede Einigung auf dem Server. Fehlt sie, gilt ein Anteil des Preises als Grenze, einstellbar in den Einstellungen.
Die vier Wege
Sofortkauf, Auktion und Ratenkauf setzen voraus, dass der Verkauf über unsere Treuhand läuft: Verkaufsweg Chatbot verhandelt, Abwicklung über Treuhand, nach Prüfung und Freigabe als Premium-Treuhand. Bei Ich verhandle selbst und Chatbot verhandelt, ich wickle ab gibt es nur Preisvorschläge; bei einer Einigung bekommen beide Seiten die Kontaktdaten, und Sie wickeln selbst ab. Domains in Kommission laufen immer über die Treuhand.
Sofortkauf. Festpreis, ein Klick, Zahlungsanweisung für das Treuhandkonto. Setzt einen Preis und die Abwicklung über die Treuhand voraus.
Preisvorschlag. Auch ohne Konto des Interessenten; der bestätigt dann per E-Mail, und erst danach landet das Angebot bei Ihnen. Jedes Angebot bekommt eine Antwort, meist sofort, sonst in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Auktion. Mit Bietagent: wer ein Maximalgebot abgibt, bietet nur so weit wie nötig. Ein Gebot kurz vor Schluss verlängert die Auktion, Sniping bringt also nichts. Solange eine Auktion läuft, nimmt die Domain keine Preisvorschläge an.
Ratenkauf. Bis 60 Monate. Inhaber bleiben Sie bis zur letzten Rate; der Käufer bestimmt ab der ersten Zahlung über unsere Weiterleitung, wohin die Domain zeigt. Mit der letzten Rate übertragen Sie sie. Zahlt er nicht, endet der Kauf nach der Nachfrist, die Domain bleibt bei Ihnen und die gezahlten Raten auch.
Wie eine Verhandlung abläuft
Am Zug ist immer genau eine Seite: nur sie kann annehmen, ablehnen oder ein Gegenangebot machen. Zurückziehen kann nur der Käufer, jederzeit, solange die Verhandlung läuft. Unter Konto → Angebote gibt es zwei Reiter, Erhalten (ich verkaufe) und Gesendet (ich kaufe), mit aktuellem Betrag, Status, Am Zug und Gültig bis. In der einzelnen Verhandlung steht der ganze Verlauf mit Betrag, Absender, Zeitpunkt und Nachricht; automatische Gegenangebote erscheinen als System.
| Zustand | Bedeutung |
|---|---|
| E-Mail-Bestätigung ausstehend | ohne Konto abgegeben, der Link gilt drei Tage |
| Offen | neues Angebot, Sie sind am Zug |
| Gegenangebot | eine Seite hat nachgebessert |
| Angenommen | es entsteht ein Treuhandvorgang, oder bei eigener Abwicklung tauschen beide Seiten die Kontaktdaten |
| Abgelehnt, Zurückgezogen, Abgelaufen | beendet |
Ein bestätigtes Angebot gilt 7 Tage. Jede neue Runde, auch ein automatisches Gegenangebot, setzt die Frist neu; läuft sie ab, bekommen beide Seiten Bescheid.
Je Domain führt ein Käufer nur eine Verhandlung. Nennt er einen neuen Betrag, während Sie am Zug sind, wird er abgewiesen; sind Sie nicht am Zug, zählt er als Gegenangebot. Ein neues, per E-Mail bestätigtes Angebot ersetzt eine ältere offene Verhandlung desselben Käufers.
Beim Annehmen bestätigen beide Seiten die Treuhand-Bedingungen, der Käufer zusätzlich den Beginn der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist und dass sein Widerrufsrecht mit der Übertragung erlischt. Der Betrag wird noch einmal geprüft: hat er sich zwischenzeitlich geändert, bricht die Annahme ab, statt den falschen Betrag festzuschreiben. Läuft für die Domain gerade ein anderer Verkauf, ist keine Annahme möglich. Ist eine Domain verkauft, enden alle übrigen offenen Angebote auf sie.
Die Schmerzgrenze greift hier zweimal. Ein Angebot darüber wird sofort in Ihrem Namen angenommen. Ein Angebot darunter bekommt, wenn Sie es eingeschaltet haben, von selbst ein Gegenangebot zwischen Angebot und Preis, gerundet auf glatte Beträge, höchstens dreimal je Verhandlung. Danach sind Sie wieder dran.
Wie der Assistent verhandelt
Er handelt im Auftrag des Inhabers und darf im Rahmen seiner Vorgaben verbindlich zusagen.
- Er nennt nie eine Untergrenze und behauptet nie, eine zu kennen.
- Er gibt langsam nach, in runden Beträgen, und begründet mit den Eigenschaften des Namens: Länge, Endung, Merkfähigkeit, Markentauglichkeit.
- Er erfindet nichts. Keine Zugriffszahlen, keine Mitbieter, keine Fristen.
- Liegt ein Angebot unter der Grenze, kommt ein Gegenangebot, keine Absage. In den ersten Runden liegt es bewusst über der Grenze.
- Eine Einigung bestätigt der Käufer per E-Mail. Erst danach läuft die Abwicklung an.
Was der Käufer schreibt, ist für ihn Verhandlungsstoff und nie Anweisung. Aufforderungen, seine Rolle zu wechseln oder seine Vorgaben preiszugeben, ignoriert er.
Er antwortet in der Sprache, in der der Interessent schreibt, auch in Sprachen, die der Marktplatz selbst nicht anbietet. Schreibt jemand auf Chinesisch, antwortet er auf Chinesisch und bleibt dabei. Welche Sprache das war, steht in der Chatansicht, damit Sie nicht überrascht werden, wenn Sie die Verhandlung übernehmen.
Ein Gespräch ist auf eine feste Zahl von Nachrichten begrenzt; danach übernehmen Sie. Hinterlässt der Interessent seine Adresse, bekommen Sie eine E-Mail mit Name, Adresse und dem ganzen Verlauf und antworten ihm direkt per E-Mail. Im Konto stehen die Gespräche der Domain im Reiter Verkaufsweg unter Chat-Verhandlungen zum Nachlesen, mit Sprache des Interessenten, Kosten und gegebenenfalls der Einigung; schreiben kann man dort nicht. Die Tokenkosten laufen über Ihr Guthaben, und reicht es nicht, verhandelt wieder stillschweigend niemand außer Ihnen.
Was ein Verkauf kostet
| Weg | Provision |
|---|---|
| Selbst abgewickelt | 0 % |
| Über die Treuhand, mit Pro | 9 % |
| Über die Treuhand, ohne Pro | 9,5 %, mindestens € 10 |
Die Mindestprovision von € 10 gilt für jeden Satz. Die Provision ist zugleich die Gebühr der Treuhand, eine zweite Gebühr kommt nicht dazu. Wer sie trägt, legen Sie je Domain fest: Sie, beide je zur Hälfte oder der Käufer; den Anteil des Käufers sieht er als Aufschlag auf den Preis. Bei langen Ratenkäufen sinkt die Provision gestaffelt, weil der Käufer dafür einen Finanzierungsaufschlag zahlt. Bei Treuhand Plus kommt der Aufschlag von 3 Prozentpunkten dazu, Einzelheiten im Kapitel über die Treuhand.
Verkaufte Preise
Ein abgeschlossener Verkauf erscheint standardmäßig in der öffentlichen Liste: Domain, Betrag und Monat, nie Ihr Name. Das ist die Vorgabe, weil ein Markt ohne Preise keiner ist. Umstellen können Sie es für künftige Verkäufe im Profil und für jeden einzelnen Verkauf am Vorgang.